Schluss mit friedlich

•November 20, 2006 • 3 Kommentare

Ich bin Pazifist. Durch und durch. Selbst Gandhi hätte bei mir Unterricht nehmen können und wäre sich danach wie der brutalste Schlächter vorgekommen. Eine Spinne, die sich in meine Wohnung verlaufen hat, verfrachte ich mit Hilfe einer Zeitung in ein Glas und bringe sie nach draußen zu einem Baum.
So bin ich. Schön blöd.
Doch jetzt spüre ich erstmalig eine unbändige Lust, das Stillhalten zu beenden. Ich will ihm die Eier durch den Anus ziehen, um sie im Anschluss kreolengleich durch die viel zu großen Ohrlöcher zu stopfen. Das reicht schon. Mehr brauch’s nicht. Aber es wäre ein deutlich sichtbares Zeichen für das, was er gemacht hat.

Der mobile Vorhof zur Hölle

•November 14, 2006 • Schreibe einen Kommentar

Die Hölle – Dante hat sie bis ins Detail beschrieben. Doch seine Phantasie hat sich nicht genug dem Weg in die Hölle gewidmet. Ich war heute in einem der Höllenfahrzeuge unterwegs, aber bin früh genug abgesprungen, bevor mich die Verdammnis endgültig umfing. Die Straßenbahnhaltestelle liegt strategisch günstig zwischen zwei Realschulen. Und ich machte diesen einen Fehler, für den ich verdiene, in der Hölle zu brennen. Ich stieg in den Straßenbahn-Wagon genau zu dem Zeitpunkt, an dem die Eleven beider Lehranstalten Richtung Mama und Papa strömten. Gegacker, Gegurre und Gequatsche in ca. 13 verschiedenen Sprachen, der unbändige Wille, nur kein Vakuum entstehen zu lassen, eine geringfügige Rücksichtslosigkeit beim Tragen der Rucksäcke und eine allumfassende Intoleranz gegenüber allem Fleuchendem, das nicht nach einem Abschluss auf einer der Schulen strebt. Der mobile Vorhof zur Hölle – Mitmachen zu nur 2,40 pro Fahrt, gültig für 40 Minuten.