Schluss mit friedlich

Ich bin Pazifist. Durch und durch. Selbst Gandhi hätte bei mir Unterricht nehmen können und wäre sich danach wie der brutalste Schlächter vorgekommen. Eine Spinne, die sich in meine Wohnung verlaufen hat, verfrachte ich mit Hilfe einer Zeitung in ein Glas und bringe sie nach draußen zu einem Baum.
So bin ich. Schön blöd.
Doch jetzt spüre ich erstmalig eine unbändige Lust, das Stillhalten zu beenden. Ich will ihm die Eier durch den Anus ziehen, um sie im Anschluss kreolengleich durch die viel zu großen Ohrlöcher zu stopfen. Das reicht schon. Mehr brauch’s nicht. Aber es wäre ein deutlich sichtbares Zeichen für das, was er gemacht hat.

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~ von Kai Mauer - November 20, 2006.

3 Antworten to “Schluss mit friedlich”

  1. Die Spinne im Glas? Ich hoffe, Sie legen das Glas zuvor mit Samtpapier aus, Sie Brutalinski!

    Was die übrige Beschreibung angeht, so schmerzt mich jetzt mein Körper. Meine Mitfühltätigkeit ist viel zu ausgeprägt. Nichtsdestotrotz sollten Sie Ihr Kunstwerk vollenden, indem Sie den Rest des Fortpflanzungsorgans mithochziehen, ihm die Eichel zwischen die Zähne schieben, den Kopf sodann in eine Schraubzwinge legen und langsam Ihrer diabolischen Zerstörungswut drehenden Ausdruck verleihen.

  2. Nun, so viel seines Inneren nach außen kehren, birgt die Gefahr des Erkennens des wahren eigenen Selbst. Dieser Schock erscheint mir als Strafe dann doch zu hart.

  3. Nix da. Zu hart. Das letzte, was er auf den Lippen haben soll, wenn er vergeht, ist sein letzter Tropfen Blut.

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